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Nach Google Street View-Panne: 5 Regeln für die WLAN-Sicherheit
Am Wochenende stellte sich heraus, dass der Dienst offenbar
sporadisch
auch Daten von unverschlüsselten WLANs mitprotokollierte.
Google
spricht von einem Versehen und es besteht kein Grund anzunehmen, dass
Google diese Daten “absichtlich unabsichtlich” protokollierte: Die
Begründung, wie es zu dem Fehler kam, ist schlüssig (dazu ein schöner
Artikel von Kristian Köhntopp: http://blog.koehntopp.de/archives/2860-Wie-man-aus-Versehen-WLAN-Daten-mitschneidet.html).
Tatsache
ist aber, dass man sein WLAN unbedingt absichern sollte. Ein nicht
oder schlecht verschlüsseltes Wireless LAN stellt nicht nur eine
erhebliche Gefahr für persönliche Daten dar. Es ist ganz profan
strafbar. Was kann man also tun?
WLAN – aber sicher! 5
Schritte zum Ziel
* Zunächst einmal ist
Verschlüsselung
für das WLAN wichtig. Aber Verschlüsselung ist nicht gleich
Verschlüsselung. Der Verschlüsselungsstandard WEP ist seit Jahren
geknackt, ein geübter Nutzer kann einen WEP-Schlüssel in der Regel
innerhalb von 2 bis 5 Minuten knacken. WPA ist in den meisten Fällen
(Praxis, nicht Laborbedingungen) sicher, aber wer die Möglichkeit hat,
sollte von Anfang an auf das sichere WPA2 setzen.
* Ein gut
gewählter WLAN-Schlüssel ist genau so wichtig. Der beste
Verschlüsselungsalgorhitmus nützt nichts, wenn ein potentieller Hacker
nur die 500 häufigsten Passwörter ausprobieren muss (ein Computer
schafft eine so genannte Dictionary Attack in Sekunden), um Zugriff auf
ein Netzwerk zu erlangen. Deshalb auf jeden Fall ein nicht-merkbares
zufälliges Kennwort generieren lassen. Als Software ist KeePass dafür
gut geeignet, online gehts mit dem Passwort-Generator von Gaijin.
* Da hat man mal Besuch und der beste Freund hätte natürlich gerne
Zugriff auf WLAN mit seinem Smartphone oder Laptop, den man ihm
natürlich gerne gibt. Dabei wird aber gerne vergessen, dass so ein Gerät
verloren gehen kann oder – Worst Case Scenario – sich der Freund als
miese Sau herausstellen kann, der einem ans Leder will. Aus diesem Grund
sollte man seine WLAN-Passwörter wechseln, und zwar regelmäßig. Was den
Turnus angeht: Ein guter Kompromiss aus Faulenzia und Paranoia sind 3
Monate.
* Auch Router sind gefährdet, denn die meisten Geräte
verwenden ein Standard-Passwort (übersichtliche Datenbank) und sind über
HTTP zu erreichen. Zwar brauch man im Regelfall physischen Zugriff auf
das Gerät, jedoch ist hier das Gefahrenpotential besonders groß. Also
unbedingt auch das Routerpasswort ändern.
* httpsManchmal lässt
es sich nicht vermeiden, in einem ungesicherten WLAN zu surfen, etwa auf
Konferenzen oder wenn man in einem Café sitzt. Dabei ist die Gefahr
besonders groß, dass ein böswilliger Geist Passwörter über einen so
genannten Sniffer ausliest. Deshalb sollte man unbedingt alle Dienste,
die ein Passwort erfordern, nur per SSL nutzen. Erkennbar sind
SSL-verschlüsselte Dienste an dem “https://” in der Adresse.
Alternative: Sämtlichen Traffic über ein VPN (Virtual Private Network)
routen.
Source: Frank A., 17.5.2010
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